Umbuchungsgebühren beachten

Niemand mag damit rechnen, aber manchmal passiert etwas Unvorhergesehenes, so dass eine lange geplante Urlaubsreise aus verschiedensten Gründen nicht angetreten werden kann: Die Erkrankung eines Familienmitglieds, ein Terroranschlag im Urlaubsland oder eine dringende Geschäftsreise können den Antritt einer gebuchten Reise unmöglich machen, um nur wenige Beispiele zu nennen. Sofern eine Warnung des Auswärtigen Amtes vorliegt, können Urlaubsreisen beim jeweiligen Veranstalter kostenlos umgebucht werden. Solange eine solche Warnung nicht vorliegt, muss man als Kunde auf die Kulanz des gebuchten Reiseveranstalters hoffen. Bei Pauschalreisen kann sich die Umbuchung etwas schwierig gestalten, in jedem Fall sollte man aber im Reisebüro oder per Hotline seine triftigen persönlichen Gründe vertragen. Dann ist eine Umbuchung häufig möglich, zu zahlen sind allerdings die Umbuchungsgebühren gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen des Reiseveranstalters. Bei einer Singlereise ist es möglich, die Reise auf eine andere Person zu übertragen, allerdings sind hierzu ebenfalls Umbuchungsgebühren zu zahlen, da ja alle Dokumente geändert werden müssen. Ausnahmen sind hierbei Reisen, für die ein Visum und Impfungen vorzuweisen sind, was kurzfristig nicht nachzuweisen ist.

Sich über die Rechte informieren

Umgekehrt kann es in Ausnahmefällen aber auch mal passieren, dass der Reiseveranstalter eine Unterkunft oder einen Flug stornieren muss. Diesbezüglich gilt grundlegend: Kunden haben einen Rechtsanspruch auf einen adäquaten Ersatz. Wird einem Kunden z.B. ein kleines Hotelzimmer ohne Meerblick anstelle eines geräumigen Appartements mit Meerblick angeboten, so kann man dies ablehnen. Falls im Zuge der Absage eines Fluges für Kunden aufgrund der Stornierung zusätzliche Kosten anfallen, so kann er diese vom Reiseveranstalter bzw. von der Airline zurückfordern. Umbuchungen stellen immer ein Ärgernis dar, dennoch sollte man über die Möglichkeiten und seine Rechte gut informiert sein, schließlich erlangt man so mehr Handlungssicherheit für verschiedenste Ausnahmesituationen. Generell empfehlenswert ist der Abschluss einer Reisekosten-Rücktrittsversicherung, da man somit etwaig entstehende Kosten abfedern kann. Viele Reiseveranstalter bieten derartige Versicherungen kostengünstig im Zuge der Buchung an. Ein Risiko geht man mit einer solchen Versicherung sicherlich nicht ein.

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