Stadtgemeinde Karpacz (Krummhübel)
Fläche:
37,96 km²Höhenlage:
480 – 885 m ü. NNEinwohnerzahl:
5.000KFZ-Kennzeichen:
DJEPLZ:
58-540 – 58-550Telefonvorwahl:
075
Zur Gemeinde Karpacz (deutsch Krummhübel) gehört der höchste Berg des Riesengebirges, die Schneekoppe mit 1.603 Metern. Mit seiner guten Lage und Klima ist Karpacz einer der bekanntesten Luftkurorte der Region. Neben einer herrlichen Aussicht auf das Bergpanorama bietet der Urlaubs- und Wintersportort zahlreiche Sehenswürdigkeiten, im Winter gute Schneebedingungen sowie eine große Palette von Unterkünften verschiedener Kategorien. Zu den ca. 11.500 Übernachtungsplätze zählen exklusive Karpacz Hotels und privat vermietete Unterkünfte Karpacz. Dazu zählten das edle Landhaus, das gemütliche Ferienhaus und die Ferienwohnung mit familiärer Atmosphäre. Ausserdem gibt es preisgünstige Herbergen und zwei ruhige Areale für Camping. Das Wandern und Skifahren in der frischen, klare Luft sowie die zahlreichen Wellness-Angebote führen zur herrlichen Entspannung und Erholung der Urlauber.
Die Beliebtheit von Karpacz spiegelt sich in der Relation von 180.000 Gästen zu den 8.000 Einwohnern der Stadt. Eine Besonderheit ist die ideale Kombination von Ruhe und Entspannung in der Natur sowie das lebendige Treiben eines Ski- und Kurortes mit seinen zahlreichen Veranstaltungen.
Die Blütezeit des Tourismus begann am Ende des 19.Jahrhunderts, zeitgleich mit der Fertigstellung der Eisenbahnstrecke nach Hirschberg. Zuvor verbrachte schon der Dichter Theodor Fontane mehrmals seine Sommerferien in Karpacz. In einem seiner Werke beschrieb er die im 19.Jahrhundert ausgestorbene Zunft der Kräutersammler, den sogenannten „Laboranten“, die Kräuterarzneimittel herstellten. Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt zählt die alte Gerichtsschenke, gegenüber der alten Dorflinde. In Kapacz Górny (im Brückenberg) sind, im Puppen- und Spielzeugmuseum (Eröffnung 1994), über tausend Spielsachen aus allen Ländern der Welt zu bestaunen. Für Sportbegeisterte ist die Sommerrodelbahn am Hang, in der Nähe der Hauptstraße, ein beliebter Freizeitspaß. Im Sommer empfiehlt sich eine Fahrt durch die duftenden Wiesen mit der Britschka, einer Art Pferdekutsche mit Faltverdeck. Die Norwegische Stabkirche Wang besteht aus dunklem Kiefernholz, das in Harz getränkt wurde und mit Holzschnitzereien verziert ist. Die runde Laurentiuskapelle (1641) auf der Schneekoppe war das Ziel zahlreicher Pilger, die heutzutage von den Touristen abgelöst werden.
Das Ortszentrum des langgestreckten Karpcz ist der Ausgangspunkt vieler markierter Wanderwege. Die Schneekoppe kann man auch mit Hilfe eines, im Jahr 1959 erbauten Sesselliftes erreichen. In fünfzehn Minuten ist damit die Kopa (Kleine Koppe) erreicht und von dort sind es zu Fuß nur noch 30-45 Minuten bis zum Gipfel. Die Schneekoppe liegt auf der Grenze zwischen Polen und Tschechien. Das Klima von Karpacz ist von zahlreichen Wetterumschwüngen geprägt. Es ist ein besonderes Klima, das Ähnlichkeit mit dem des Polarkreises aufweist. Bezeichnend ist die niedrige Luftfeuchte, viel Sonnenschein, kalte Winter und windige Kammlagen. Durch die nahegelegenen dichten Wälder bildet sich ein Mikroklima, das die Atemwegsbehandlungen unterstützt. Fünf bis sechs Monate sind die Gebirgsteile von Schnee bedeckt. Die geologische Struktur des Riesengebirges (höchster Gebirgsteil der Sudeten) ist sehr komplex. Die Schichten bestehen aus Graniten, Glimmerschiefer, Gneisen, Basalten, Quarzen sowie aus Mineralien, zu denen der bekannte Bergkristall zählt.


