Bei Ferien am Lago Maggiore hat man bei der Entscheidung für eine Unterkunft, z.B. Ferienhaus, Ferienwohnung oder auch Camping, die Wahl zwischen den Ländern Schweiz und Italien, denn der nördlichste Teil des Lago Maggiore mit den bekannten Urlaubsorten Locarno und Ascona und ihren großen Hotels liegt auf schweizerischem Hoheitsgebiet (Kanton Tessin). Der schmale, maximal 5 km breite See erstreckt sich von Locarno aus ca. 65 km nach Süden bis Arona und wird hauptsächlich durch den Fluss Ticino aus den Tessiner Alpen gespeist, die langgestreckte Form geht auf die Entstehung durch Gletscher während der Eiszeit zurück. Der Schutz der umliegenden Alpenberge verleiht dem Lago Maggiore ein fast mediterranes Klima, so dass v.a. auf der Westseite bei Cannero und dem gegenüberliegenden Maccagno in direkter Nachbarschaft zu den Hotels Palmen, Zitrusfrüchte und Bananen wachsen; das ruhigere Ostufer bietet viele Kastanien- und Nussbäume sowie Platanen, die am Nachmittag z.B. beim Camping wohltuenden Schatten spenden.
Die Region des Lago Maggiore war schon immer ein bevorzugtes Siedlungsgebiet im Alpenraum, wie archäologische Funde bereits aus der Jungsteinzeit belegen; auch Etrusker und Römer schätzten diese Gegend mit dem milden Klima, und im Mittelalter errichteten viele italienische Herrscherfamilien (u.a. Visconti und Borromeo) rund um den See sehenswerte Villen als ihre Wohnsitze und daneben noch andere Bauwerke wie Kirchen, Türme und Stadttore. In den Ferien am Lago Maggiore lassen sich deshalb Erholung beim Wassersport und kulturelle Besichtigungstouren gut verbinden; man sollte jedoch rechtzeitig eine Unterkunft in einem Ferienhaus oder einer Ferienwohnung am Lago Maggiore buchen, denn in diesem beliebten Urlaubsgebiet sind die besten Plätze schnell vergeben.
An interessanten Ausflugszielen gibt es am gesamten See keinen Mangel, als Abwechslung zu sportlichen Aktivitäten wie Baden, Segeln, Surfen, Klettern, Golf oder Mountainbiken bietet sich z.B. ein Besuch der schönsten Parkanlagen und Landschaftsgärten, die z.T. aus dem 17. Jahrhundert stammen, an. Besonders sehenswert sind die Gärten auf den Borromeischen Inseln Isola Bella und Isola Madre bei Verbania sowie die Parks der Villa Taranto (Pallanza) und der Villa Pallavicino (Stresa). Diese Gartentour lässt sich gut verbinden mit einer Besichtigung der alten Herrschaftshäuser in Arona und Angera; alle Orte sind mit Linienschiffen über den See verbunden, das sehenswerte Kloster Santa Caterina del Sasso aus dem 13. Jahrhundert hoch über dem See bei Reno ist jedoch nur über einen schmalen Pfad zu Fuß zu erreichen – aber es lohnt sich.
Wer zum Angeln an den Lago Maggiore kommt, benötigt auf der Schweizer Seite keinen Angelschein, da hier das traditionelle Freiangelrecht, allerdings mit Einschränkungen gilt. So dürfen Erwachsene lediglich mit einer Rute mit einem einzelnen Haken Angeln, der mit einem natürlichen Köder bestückt sein muß. Kinder unter 16 Jahre können auch mit 2 Ruten zur selben Zeit fischen.



