Zwischen dem Karibischen Meer und dem Atlantischen Ozean gelegen erstreckt sich die Insel Martinique auf einer Fläche von eintausendeinhundert Quadratkilometern knapp fünfhundert Kilometer vor der Nordostküste von Venezuela. Als eine der sogenannten Inseln über dem Wind gehört Martinique als eins der französischen Überseedépartements zu der Inselgruppe der Kleinen Antillen und bildet zusammen mit Guadeloupe die französischen Antillen. Damit ist Martinique ein voll integrierter Teil des französischen Staates und gleichzeitig auch Teil der Europäischen Union. Wie auch in Frankreich ist auf Martinique der Euro das gesetzliche Zahlungsmittel.
Durch das in der Region vorherrschende tropische Klima und die von Juni bis Oktober andauernde Regenzeit liegt die beste Reisezeit für einen Besuch auf Martinique zwischen November und Mai. Die Lufttemperaturen bewegen sich in diesen Monaten zwischen angenehmen einundzwanzig und siebenundzwanzig Grad, so dass auch einem Camping im Freien nichts im Wege steht, und auch die Wassertemperatur fällt in dieser Zeit nicht unter die sechsundzwanzig Grad Marke.
Die knapp neun Flugstunden von Europa entfernte Insel kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Erste Spuren von Besiedelungen stammen bereits aus dem vierten Jahrtausend vor Christus. Neueren Datums ist die sogenannte Habitacion Latouche, alte Plantage aus dem siebzehnten Jahrhundert, in der heute ein botanischer Garten und ein Papillonarium eingerichtet sind. Tausende von Schmetterlingen warten hier auf Besucher, die sich neben diesen auch die ein oder andere Unterkunft der zu früheren Zeiten hier beschäftigten Sklaven, sowie die Reste einer alten Wassermühle ansehen können.
In der Habitation Clement hingegen kommen Rumliebhaber voll auf ihre Kosten. Hier wird wie auch schon im letzten Jahrhundert der bekannte Rum Clement hergestellt und auch heute noch ist die historische Destille in Betrieb, auf moderne Maschinen wird verzichtet. Das fertige Produkt wird vor Ort zum Probieren angeboten und natürlich auch verkauft. Die aus dem achtzehnten Jahrhundert stammenden Gebäude der Plantage sind bis heute sehr gut erhalten und im Jahr 1996 zum historischen Monument der Insel erklärt. Die original Einrichtung des Haupthauses zeigt dem Besucher den typisch kreolischen Stil. Der große sechzehn Hektar umfassende tropische Garten, der die Plantage umgibt, beheimatet über dreihundert verschiedene Tier- und Pflanzenarten.
Ein Großteil der Inselbesucher wählen ihre Martinique Unterkunft in einem der größeren Hotels an den Küsten, locken hier lange Sandstrände und das kristallklare Wasser der Karibik. Aber auch unter Individualtouristen gewinnt die Insel zusehends an Bedeutung und schon jetzt warten das ein oder andere Ferienhaus auf Besucher. Um den typischen Flair und das lokale Leben kennenzulernen empfiehlt es sich allerdings, seinen Urlaub mit dem Aufenthalt in einer Martinique Ferienwohnung in einer der kleinen Städte zu verbinden, und so die Karibik hautnah zu erleben.

