
Meran Daten & Fakten
- Fläche: 26 km²
- Einwohnerzahl: 37.250
- PLZ: 39012
- Telefonvorwahl: 0473
Geografische Lage Meran
- Kontinent: Europa
- Staat: Italien
- Region: Trentino-Südtirol
- Provinz: Bozen (Südtirol)
Der Kurort Meran in Südtirol liegt im oberen Etschtal auf einer Höhe von 320 m üNN am Zusammenfluss von Etsch und Passer; zusätzlich vereinigen sich hier Ultental, Passeiertal und Vinschgau, sodass ein ausgedehnter Talkessel entsteht. Die über 3.000 m hohen Gipfel der umgebenden Berggruppen (Ötztaler und Sarntaler Alpen, Texel- und Ortler-Gruppe) werden überwiegend aus Glimmerschiefern, Quarziten und Gneisen aufgebaut, daneben kommen auch Graphitschiefer, Amphibolite und Marmor vor; diese Gesteinsformationen gehören geologisch zum ostalpinen „Altkristallin“, das in vielen Bereichen der Zentralalpen anzutreffen ist. Die Schiefer sind bekannt für ihren Erz- und Mineralreichtum, im Passeiertal wurden früher im sog. „Schneeberger Zug“ Erze, v.a. Zinkblende und Bleiglanz, in mehreren Gruben bergmännisch abgebaut. Die geschützte Lage zwischen den hohen Bergketten und die Öffnung nach Süden erzeugt in Meran ein nahezu mediterranes Klima mit ca. 300 Sonnentagen/Jahr und geringer Luftfeuchtigkeit; die Durchschnittstemperatur beträgt im Winter rund 10 °C, im Sommer werden 26-30 °C erreicht. Aufgrund dieser günstigen klimatischen Verhältnisse gedeihen hier auch südländische Pflanzen wie Palmen, Zypressen, Libanonzedern, Steineichen, Lorbeer und Myrthen mitten in den Alpen; dieser Gegensatz verleiht Meran einen ganz besonderen Reiz.
Das milde Klima machte Meran bereits im 19. Jahrhundert zu einem sehr beliebten Kurort, die österreichische Kaiserin Elisabeth („Sissi“) verbrachte hier öfter ihren Sommerurlaub und erhielt dafür ein Denkmal an der Sommerpromenade. Mit den vielen Kurgästen wuchs auch die Zahl der Hotels Meran, die v.a. in der Altstadt eingerichtet wurden; heute bevorzugen die Urlauber als Unterkunft Meran eher ein Ferienhaus oder eine Ferienwohnung. Eine gute Übernachtungsmöglichkeit z.B. für Wanderer oder Radfahrer ist aber auch das Camping; diese Möglichkeit gibt es ebenfalls in Meran, der Platz liegt nur ca. 10 Gehminuten vom Zentrum entfernt.
Meran ist eine Stadt der kurzen Wege, zu Fuß lernt man den Ort am besten kennen; allerdings könnte aus einem Stadtbummel durch die Vielzahl an Sehenswürdigkeiten ganz schnell eine Tagestour werden. Die Laubengasse in der historischen Altstadt verbindet Kornplatz und Pfarrplatz; ihre Torbögen, Erker und romantischen Hinterhöfe beherbergen viele Geschäfte, sie laden ein zum Schauen, Verweilen und Kaufen. Am Ende der Laubengasse steht die Pfarrkirche St. Nikolaus mit einem der höchsten Kirchtürme Südtirols (83 m); im Inneren befinden sich zahlreiche wertvolle Fresken und ein sehenswerter Flügelaltar. Neben dem Stadtzentrum sind die Flusspromenaden entlang der Passer ein beliebtes Ziel. Über die Winterpromenade mit der Wandelhalle und die Sommerpromenade mit dem Sissi-Denkmal gelangt man zur Postbrücke, einer hervorragend restaurierten Jugendstil-Brücke. Auf der anschließenden Passerpromenade steht das 1874 errichtet Kurhaus, das Wahrzeichen von Meran; in zahlreichen Eisdielen und Cafés kann man sich hier wie im sonnigen Süden fühlen.
Partnerstädte von Meran:
Städte und Gemeinden in Südtirol (mit italienischen Namen)
Ahrntal (Valle Aurina), Algund (Lagundo), Bozen (Bolzano), Brixen (Bressanone), Bruneck (Brunico), Eppan an der Weinstraße (Appiano sulla Strada del Vino), Hafling, Kaltern an der Weinstraße (Caldaro sulla strada del vino), Kastelruth (Castelrotto), Klausen (Chiusa), Lana, Latsch (Laces), Leifers (Laives), Mals (Malles), Meran (Merano), Naturns (Naturno), Neumarkt (Egna), Partschins (Parcines), Ratschings (Racines), Ritten (Renon), Sand in Taufers (Campo Tures), Sarntal (Sarentino), Schlanders (Silandro), St. Ulrich in Gröden (Ortisei), Sterzing (Vipiteno), Tramin an der Weinstraße (Termeno sulla strada del vino), Terlan (Terlano)



