Ring of Kerry AbenteuerurlaubIrland zeichnet sich aus, durch weite, verlassene Landschaften, zerklüftete Küsten und fröhliche Menschen. Für besondere Momente auf der grünen Insel ist der Ring of Kerry bestens geeignet und eröffnet neugierigen Abenteurern auch fernab der Touristenmagnete eine wunderschöne Seite Irlands.

Die 180 Kilometer lange Strecke sollte im Uhrzeigersinn befahren werden, da sonst die Freude über den Ausblick durch Reisebusse, welche sich die Straßen entlang schlängeln und ein Vorbeikommen unmöglich machen, trüben könnte. Hin und wieder einen kleinen Abstecher in das Landesinnere zu machen, lohnt sich allemal. Hier warten endlose Weideflächen, kleine Steinwälle und viel Ruhe auf den Besucher. Beginnt die Reise – wie häufig – in Killarney, ist die erste Etappe auf dem Ring of Kerry der Ort Kenmare. Auf dem Weg dorthin liegt der Killarney National Park, welcher auf 8000 Hektar üppige Vegetation, Seen, die Burgruine Castle Ross, sowie die Ruine des Franziskanerklosters Muckross Abbey im Schatten der mächtigen Gebirgskette Macgillycuddy´s Reeks präsentiert.

Die Bucht von Parknasilla weiß durch subtropische Vegetation zu begeistern und ermöglicht den Reisenden sich in den Hotels die Genehmigung zum Besuch der vorgelagerten Insel, welche ein Schutzgebiet für Robben und Vögel darstellt, zu holen, bevor es weitergeht, in den malerischen Ort Sneem. Die Strecke ist gezeichnet, von einer guten Infrastruktur, so dass es kein Problem darstellen sollte, Restaurants, eine geeignete Unterkunft Ring of Kerry oder einen Ort für Camping zu finden. Auf dem Weg nach Castelcove, von wo aus 4 km nördlich Staigue Stone Fort, die am besten erhaltene Steinfestung des irischen Festlandes, steht, wird der Reisende durch atemberaubende Ausblicke auf die zerklüftete Steinküste wie auch größere und kleinere aus dem Meer ragende Inseln belohnt.

Ring of Kerry NatururlaubVorbei an dem beliebten Badeort Waterville führt der Weg nach Ballinskelligs, wo auch heute noch überwiegend Gälisch gesprochen wird, und der kilometerlange Sandstrand neben den Ruinen einer Abtei aus dem 13. Jahrhundert und bei ruhiger See auch Skelling Michael, ein vorgelagertes Felseninselchen mit tausendjähriger Klosteranlage, die beliebtesten Ausflugsziele sind. Wetter ist in Irland ein wichtiges Thema. Es kann gut sein, dass der Reisende bei strahlendem Sonnenschein losfährt, sich wenige Minuten später in deftigen Regenschauern wiederfindet, um schließlich wieder mit Sonnenstrahlen sein Ziel zu erreichen.

Sich in den angrenzenden Orten des Ring of Kerry eine Ferienwohnung zu mieten, verpflichtet zwar zu der dauerhaften Bleibe an einem Ort, ermöglicht aber natürlich auch den ausgiebigen Genuss der Umgebung. Besonders mit dem Fahrrad ist die Erkundung ein echtes Abenteuer! Nicht nur kurvige Straßen, sondern auch so manch alter Ire, der im langsamen Trott sogar die unangenehmste Steigung bezwingt und oft lachend an den Touristen vorbeizieht, machen daraus ein wunderbares Erlebnis.

Die Strecke zwischen Caherciveen und Glenbeigh inspiriert den Reisenden durch wildere, kargere Landschaften als im Süden sowie emotionale Ausblicke in tiefe Buchten, bevor die Reise bei Kilorglin, das nicht wirklich in den Massentourismus involviert ist, aber einmal im Jahr zum Leben erwacht, sich dem Ende neigt. Vom 10.-12. August eines jeden Jahres wird hier eines der ältesten Festivals Irlands gefeiert, der Puck Fair, zu dessen Ende ein Ziegenbock zum König Irlands, dem King Puck, ernannt wird.
Zurück im Ferienhaus, B&B oder einer anderen Unterkunft, sollte das Gesehene bei einer Tasse irischem Tee noch mal verinnerlicht werden. So viele Eindrücke wie auf dieser Reise sind nicht häufig zu finden!