Natur RuhrgebietTourismus im Ruhrgebiet werden viele denken ist nicht unbedingt machbar. Noch immer steckt dieses Bewusstsein oder die Wahrnehmung dieser Region in den Köpfen der Menschen.

Das Ruhrgebiet wurde natürlich durch seine rauchenden Schlote und durch seine Kohle- und Metallindustrie bekannt. In den frühen 1960er Jahren war es teilweise sogar unmöglich seine Wäsche im freien zu trocknen. Diese Region hat sich aber deutlich gewandelt. Mittlerweile zählt das Ruhrgebiet mit seinen vielen Industriedenkmälern zu den kulturellen Ballungspunkten von Deutschland. Nachdem das Ruhrgebiet von der Kohlekrise heimgesucht wurde, brach auch die Stahlindustrie in den 1980er Jahren gänzlich ein. Erst verschwanden Kokereien und Zechen, dann auch noch die Stahlwerke. Heutzutage ist Duisburg die einzige Stadt im Ruhrgebiet, die über 6 Hochöfen zur Eisenproduktion verfügt. Mit dieser Veränderung, änderte sich auch das Bild des Kohlenpotts. Die Luft wurde besser, das Umfeld grüner. Immer mehr Schlote verschwanden. Das Ruhrgebiet war gezwungen eine Wandlung zu vollziehen und so vollzog sich Schritt für Schritt ein vollkommener Strukturwandel. Der Tourismus nahm zu und wurde immer wichtiger für die Region, größere Städte, wie Bochum oder Dortmund, aber auch für die kleineren Ortschaften.

Kulturulaub Route der IndustrieDank des Ruhrgebiets liegt Nordrhein-Westfalen heutzutage im Ländervergleich hinter Bayern auf Platz 2, mit jährlich 17,3 Millionen Besuchern. Heute gibt es eine Vielzahl an Ferienwohnungen oder Ferienhäuser, die entweder mitten im Ruhrgebiet liegen oder sehr Ruhrgebietsnah sind. Jede Stadt besitzt heutzutage auch mehrere größere und kleinere Hotels, die jedem Touristen, egal ob großer oder kleiner Geldbeutel, eine Unterkunft bieten. Wer lieber einen Urlaub in der Natur verbringen möchte, kommt auch hier nicht zu kurz. Zahlreiche Campingplätze finden sich mittlerweile in der Region. Die beliebtesten sind natürlich an größeren Seen gelegen, wie beispielsweise der Campingplatz in Haltern am See. Dort gibt es zahlreiche Möglichkeiten seine Urlaub in freier Natur zu genießen. Aber auch der Weg in die größeren Städte ist problemlos mit Bus, Bahn oder PKW erreichbar.

Wer seinen Urlaub im Ruhrgebiet verbringt, hat genug Möglichkeiten, seinen Urlaub individuell zu gestalten. Wer im Sommer gern Ski fahren möchte, kann das in der längsten überdachten Skihalle der Welt, in Bottrop tun. In Duisburg befindet sich das größte Indoor-Tauchsportzentrum Europas.

Wer sich mehr für Kultur und Besichtigungen interessiert, der sollte die „Route der Industriekultur“ nutzen. Hier finden sich insgesamt 52 Hauptattraktionen des Ruhrgebiets wieder. Gegliedert sind diese Attraktionen in 24 Ankerpunkte (umfasst 3 Besucherzentren und 6 bedeutende Museen), 15 Aussichtspunkte mit Panoramablick auf Industrielandschaften und 13 Arbeitersiedlungen. Auf dieser Route findet sich auch die schönste Siedlung des Ruhrgebiets. Die Margarethenhöhe im Süden von Essen. Dies vom Wald umgebene Siedlung steht seit dem Jahr 1987 unter Denkmalschutz und verbreitet eine ungeheure Anziehungskraft auf auswärtige Besucher. Besonders amüsant sind auch die Straßenname, wie „Schöngelegen“, „Daheim“ oder „Im stillen Winkel“.
Das Ruhrgebiet besitzt also vielfältige Möglichkeiten seinen Urlaub zu gestalten. Erholung und Erlebnis stehen hier im Vordergrund.