Bergreisen EisacktalDie im äußersten Norden von Italien gelegene „Autonome Provinz Bozen-Südtirol“ ist eine landschaftlich abwechslungsreiche und mit vielen Sehenswürdigkeiten gespickte Region mit wechselvoller Historie und einem reichen Angebot für Skiurlaub in Italien. Denn um diesen Distrikt tobten, besonders in den vergangenen 200 Jahren, immer wieder kriegrische Auseinandersetzungen zwischen Österreich und Italien. Nach dem ersten Weltkrieg wurde Südtirol dem italienischen Territorium zugesprochen. Diese Vergangenheit ist dafür verantwortlich, dass in der Provinz, die immerhin dreimal so groß ist wie das Saarland und Heimat von 500.000 Menschen ist, eine Sprachenvielfalt herrscht – neben Deutsch und Italienisch (69 bzw. 27 Prozent) sprechen immerhin vier Prozent der Bevölkerung noch ladinisch. Das ist eine romanische Sprache, die im Grödnertal, im Fassatal und in Teilen Venetiens beheimatet ist.

Für Touristen ist die Region äußerst reizvoll, prägen neben hübschen Städten wie Meran oder Bozen doch markante Gebirgszüge (etwa die Dolomiten), tiefe Täler und fruchtbare Ebenen das Landschaftsbild. Die Region bietet ihren Gästen mehr als genügend Unterkunft Südtirol – für den schmaleren Geldbeutel gibt es ausreichend Campingplätze und wer auf etwas Luxus nicht verzichten möchte, bekommt ein Ferienhaus oder eine Ferienwohnung für anständige Preise. Auch die Hotels der Provinz kosten in der Regel keine Unsummen. Die Preisfreundlichkeit setzt sich in der Gastronomie fort, denn Speiselokale oder „Jausenstationen“ (Ski- und Wanderhütten) sind im Gegensatz zu vielen österreichischen Regionen günstig. Kulinarisch unterscheidet sich Südtirol erheblich zum Rest Italiens und ist eher an der nordtiroler Küche orientiert. In vielen Tälern ist es so mild, dass ein dem süddeutschen Trollinger entsprechender Wein gedeiht.

Kloster Monte Maria SüdtirolNeben den landschaftlich sehenswerten Dolomiten mit Seiseralm und Schlern sowie der Ortlerregion (der Ortler ist mit 3.905 Metern der höchste Berg Südtirols) sind besonders das Etschtal, der Reschensee und der Kalterer See lohnende Ziele. Am Ortler und in dessen Umgebung sowie im Grödnertal und den angrenzenden Dolomiten wird der Wintersport groß geschrieben, während die Täler und Seen eher von Anfang Mai bis Mitte Oktober für Ausflüge zu empfehlen sind. Sehenswert ist auch das „Messner Mountain Museum“, das an fünf unterschiedlichen Standorten Einblicke in das Eigenleben der Berge und ihrer Bewohner und Besteiger gibt. Das Bozner Archäologiemuseum stellt die sterblichen Überreste Ötzis zur Schau, der 1991 von einem Gletscher freigegebene Steinzeitmensch. Ebenfalls einen Besuch lohnt das westlich von Bozen gelegene Ultental, in dem drei über 850 Jahre alte Lärchenbäume zu besichtigen sind. Dazu kommen die Jahrhunderte alten Erdpyramiden am Ritten (zwischen Bozen und Kastelruth) und der abendliche Blick auf die Westwand des Rosengarten, der im Licht der untergehenden Sonne feuerrot leuchtet. Aber auch das Dorf Eppan an der Weinstraße, südlich von Meran, wartet mit einigen Sehenswürdigkeiten auf, etwa die berühmten Eislöcher oder die Burg Hocheppan.

Städte und Gemeinden in Südtirol (mit italienischen Namen)

Ahrntal (Valle Aurina), Algund (Lagundo), Bozen (Bolzano), Brixen (Bressanone), Bruneck (Brunico), Eppan an der Weinstraße (Appiano sulla Strada del Vino), Hafling (Avelengo), Kaltern an der Weinstraße (Caldaro sulla strada del vino), Kastelruth (Castelrotto), Klausen (Chiusa), Lana, Latsch (Laces), Leifers (Laives), Mals (Malles), Meran (Merano), Naturns (Naturno), Neumarkt (Egna), Partschins (Parcines), Ratschings (Racines), Ritten (Renon), Sand in Taufers (Campo Tures), Sarntal (Sarentino), Schlanders (Silandro), St. Ulrich in Gröden (Ortisei), Sterzing (Vipiteno), Tramin an der Weinstraße (Termeno sulla strada del vino), Terlan (Terlano)