Viechtach Daten & Fakten

  • Fläche: 62,48 km²
  • Höhenlage: 450 m ü. NN
  • Einwohnerzahl: 8254
  • PLZ: 94234
  • Telefonvorwahl: 09942
  • Kfz-Kennzeichen: REG

Geografische Lage Viechtach

Die Stadt Viechtach ist ein staatlich anerkannter Luftkurort im Naturpark Bayerischer Wald, sie liegt auf einer Höhe von 450 m ü. NN am Ufer des Schwarzen Regen. Durch die geschützte Lage zwischen zwei Höhenzügen weist die Stadt v.a. im Frühjahr und Herbst ein relativ mildes kontinentales Klima im sonst eher rauen Arberland auf; trotz der Lage am Fluss gibt es aufgrund der geringen Luftfeuchtigkeit nur sehr wenig Nebeltage. Der Bayerische Wald gehört zu den alten Grundgebirgen und wird überwiegend aus Granit, Gneis und Glimmerschiefern aufgebaut; bei Viechtach gibt es jedoch eine geologische Besonderheit, die einmalig in Deutschland ist, den sog. „Pfahl“. Dabei handelt es sich um eine tektonische Bruchlinie im Gebirge, die mit Quarzit verfüllt ist und aufgrund der Gesteinshärte nicht abgetragen wurde; auf einer Länge von 150 km ragt der Pfahl als Felsenkamm teilweise bis zu 30 m aus dem umgebenden Gestein heraus.

Die Stadt Viechtach wurde im Jahr 1104 als „Vidaha“ erstmals urkundlich erwähnt; im 13. Jahrhundert erhielt der Ort das Marktrecht, wurde jedoch erst 1953 zur Stadt erhoben. Neben Land- und Forstwirtschaft war der Handel und die Textilbranche (Garne, Leinen, Leder) vorherrschend in Viechtach; erst mit dem Anschluss an das Schienennetz 1891 begann allmählich der Fremdenverkehr. Die Unterkunft für die ersten Gäste waren zunächst Gasthöfe, Pensionen und Hotels in Viechtach, in vielen Bauernhöfen wurde später eine Viechtach Ferienwohnung oder ein Ferienhaus eingerichtet, um die stets steigende Zahl der Urlauber unterzubringen; bei Kanufahrern sehr beliebt ist auch das Camping auf dem Platz direkt am Schwarzen Regen.

Der Mittelpunkt von Viechtach ist der Stadtplatz mit dem alten Rathaus und der Stadtpfarrkirche St. Augustin, eine der schönsten Rokokokirchen im Bayerischen Wald; einen Besuch wert sind auch das Kristallmuseum, das „Gewölbe der Geheimnisse“ im ältesten Gebäude der Stadt, das Antiquitätenmuseum und die „Gläserne Scheune“. Auf dem Kleinen Pfahl steht die sehenswerte Antoniuskapelle, eine Kreuzigungsgruppe und der Gedenkstein des Ostens, im Naturschutzgebiet Großer Pfahl zeigt ein Lehrpfad die 100-jährige Abbaugeschichte des weiß schimmernden Felsenriffes.

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