Mit den Billigfliegern in den Urlaub

Wer heute in den Urlaub fliegt, will nicht nur bei den Übernachtungskosten sparen, sondern auch schon beim Flug. So sind Billigfluggesellschaften in den letzten Jahren immer beliebter geworden. Jeder dritte Passagier, der von und nach Deutschland fliegt, setzt auf Billigflieger.

Was aber sind Billigfluggesellschaften? Was zeichnet sie aus?

Billigflieger sind Fluggesellschaften, wie Ryanair, TUIfly, Eurowings, EasyJet, flybe, WizzAir, Vueling etc., die Ihre Flüge zu sehr günstigen Preisen anbieten. Warum können Sie das, weil auf Komfort und Service so gut wie verzichtet wird.

Die Billigflieger werden meist ausschließlich online gebucht. So können die Billigfluggesellschaften Kosten für Räumlichkeiten und Personal sparen. Meistens bieten Billigflieger Direktverbindungen und nur Kurzstreckenflüge an. Eine Buchung von Einzelstrecken ist möglich, so dass man als Fluggast mehr Flexibilität beim Hin- und Rückflug hat. Billigfluggesellschaften setzen oft auf kleinere Flughäfen, um die Start- und Landegebühren zu verringern. Von Fluggesellschaften wie z.B. Lufthansa kennt man die Vielfliegerprogramme, wo Meilen gesammelt und in Prämien umgetauscht werden können. Diese Programme offerieren Billigfluggesellschaften nicht. Im Gegensatz zu teureren Fliegern, gibt es im Billigflieger nur eine Bordklasse. Das Flugzeug ist enger, die Beinfreiheit eingeschränkter, verstellbare Rückenlehnen sucht man oft vergebens und für jedes Extra, was ein klein bisschen „Luxus“ bedeuten würde, zahlen Sie extra. Möchten Sie einen bestimmten Sitzplatz haben, wird Ihnen ein Aufpreis berechnet. An Bord werden keine Getränke oder Snacks kostenfrei angeboten. Nur gegen ein entsprechendes Bezahlen erhalten Sie diese an Bord. Der Flugpreis mag günstig sein, doch entscheiden Sie sich für extra Gepäck, außer Handgepäck, dann zahlen Sie drauf. Oder es werden bei der Buchung mit Kreditkarte oder für das Ausdrucken des Boarding-Passes noch zusätzliche Gebühren erhoben. Es sind diese Extrazahlungen, die den Billigfluggesellschaften ihren Gewinn bescheren.

Am Ende müssen Sie selbst entscheiden, ob Sie als Gast an Bord eines Billigfliegers gehen und die eingeschränkten Reisebedingungen akzeptieren. Günstig heißt eben in diesem Falle Verzicht auf Luxus, aber Ersparnis im Urlaubsbudget.

Kleiner geschichtlicher Rückblick

Wer denkt, dass Billigflieger eine Erfindung der Jetztzeit sind, der irrt. Freddie Laker gründete bereits in den 70er Jahren in Großbritannien die erste große Billigfluglinie der Welt für Langstrecken. So gab er vielen die Möglichkeit, erstmals nach Amerika zu fliegen. Vor 30 Jahren dann wurde Ryanair „Pionier“ für Billigflüge in Europa. Seitdem kennt man Ryanair als Low-Cost-Flieger. Es folgte vor 20 Jahren Easyjet. In Deutschland landete 1999 am Flughafen Frankfurt Haan der erste Flieger von Ryanair. Heute haben Ryanair und EasyJet europaweit ihre Marktführerschaft ausgebaut. Norwegian Air Shuttle punktete mit Marktgewinnen auf der Langstrecke über den Atlantik.